Vielleicht gibt es hier ja ein Mitglied, dass das NOTladrkabel schon mal genutzt hat und berichten kann wie es gelaufen ist.
(Stromversorgung im Haus ist 5Jahre alt - und ein Elektriker im Freundeskreis
)
Hallo Nadja,
Gerne berichte ich mal von unseren Erfahrungen mit dem Notlader an einem Hyundai Kona electric mit der 64kWh Batterie….
Wir hatten 2022 den verbesserten Kona bestellt, der konnte 3-phasig Wechselstrom laden (11kW), der alte nur 1-phasig (3,6kW).
Geplant war in der Wartezeit auf das Auto eine Wallbox zu installieren, der Kona kam aber sehr schnell und so mussten/wollten wir zum teil mit dem Notladeziegel laden. Wir hatten in der Waschküche 2 neue Schukosteckdosen 2 Jahre zuvor für einen Trockner installieren lassen. Die 2 Steckdosen hingen an einer separaten Sicherung. Das Kabel vom Schaltschrank in der Waschküche war mir 3x 1,5mm^2 ausgeführt. Die Steckdose war zu weit vom Kellerfenster, also habe ich eine für den Außenbereich geeignete Verlängerungsleitung (gummiert) mit 3x 2,5mm^2 (also stärker als zur Steckdose) besorgt und zusätzlich einen Plastikkasten der den Schukostecker vor Nässe schützt besorgt.
Fakt ist, eine Schukosteckdose ist nicht für Dauerbetrieb mit Höchstlast ausgelegt, sondern für maximal 6h !!!
Nur in diesem Bereich gilt es als sicher diese mit der maximalen Last von 16A bzw. 3,6kW zu betreiben. Dies gilt aber nur bei guten (neuen) Steckdosen, hast Du eine alte mit eventuell bereits korrodierten Kontakten, kann diese sehr schnell recht heiß werden und kann sogar verschmelzen.
Nun unsere Erfahrungen:
Der Hyundai Notladeziegel steht Standardmäßig auf 10A, lässt sich aber auf maximal 12A hochregeln, das habe ich anfangs gemacht, um schneller zu laden.
Ich habe dabei die Steckdose in der Waschküche und das Kabel ( Aufputz verlegt) kontrolliert
==>das Kabel (3x 1,5mm) wurde gut warm, die Steckdose wurde heiß, geplant war dies die ganze Nacht zu betreiben, Fahrleistung war 100km/Tag Die Verlängerungsleitung mit 3x 2,5mm^2 blieb kalt, somit konnte der Schukostecker des Notlageziegels mit seiner Temperaturüberwachung auch nicht auslösen.
Somit war klar, das ist K E I N sicherer Betrieb, also habe ich die Leistung des Notladeziegels wieder reduziert und nur mit 10A geladen.
Hier war zu beobachten, die Leitung und die Steckdose wurde nur leicht warm, ich habe dies immer wieder Stichprobenartig kontrolliert. Wir haben dies über 2 Monate so praktiziert, bis wir eine Wallbox bekommen habe. (Wallboxen waren kaum zu bekommen, wegen der KFW Förderungen konnte auch nicht jede verwendet werden. Elektriker zu bekommen war ebenfalls schwierig.
F A Z I T:
Wenn der Bereich wo das Auto geladen wird nicht regensicher ist, muß man sich noch eine Wetterschutzbox besorgen.
Viel Ladung lässt sich nicht erreichen, außer Du betreibst die Steckdose im Dauerbetrieb, was nicht vorgesehen ist. Bedenke was sagt die Versicherung, falls es zu Schäden kommt. Es besteht u.U. Gefahr für Leib und Leben, denkbar wäre Kabelbrand, Verschwelungen usw..
Alternativen wäre einen Schnellader DC in der Nähe zu suchen, Vorzugsweise bei einem Supermarkt mit einer Leistung ab 50Kw und das Auto während dem Einkauf wieder aufzuladen. Falls Du nur einen 11/22kW Lader AC in der Nähe hast, wirst Du wesentlich länger benötigen, dort über Nacht zu laden wären eine Option, bedenke aber, bei Vielen Säulen wird eine Gebühr fällig, wenn Du die Säule blockierst, teilweise schon bei Zeiten über einer Stunde. (Kostenfalle)
Das ganze ist nur bei Fahrleistungen von wenigen km am Tag praktikabel, will man sicher gehen, läd man nur bis zu 6h an der Schukodose, dies kann man z.B. im Lademanagement des Inster einstellen (Nebenzeit -Start-Endzeit)
Gruß Jörg