Beiträge von Joschi

    Ich bin bei der Wallbox auf Nummer sicher gegangen und habe 10mm^2 Kabel verlegen lassen.😏


    Mit dem feilschen, sparen und Gefahren hast Du recht, keine Relation.


    Mit der blauen CEE Dose hast Du recht, das ist ja nur einphasig und würde nur 3,6kW bringen, also ist einzig die rote 400V 16A Kraftsteckdose der Goldstandard und somit eine vernünftige Alternative zur privaten Wallbox. Ich hatte da einen Denkfehler.

    Der Inster kann das, wenn ich das richtig gelesen habe, nur bis 11kW. Kommunizieren nun Inster und Wallbox ohne das was negatives passiert oder muss ich das manuell umstellen?

    Danke und Gruß

    OCPP (Open Charge Point Protocol) ist ein standardisiertes Anwendungsprotokoll für die Kommunikation Der Wallbox mit dem Auto. Das Protokoll beherrscht jede Wallbox.

    In der Regel haben Autos die sowohl über Gleichstromladung DC als auch über Wechselstromladung AC verfügen 3-phasige Wechselrichter, damit kann man maximal 3x 3600W (11kW) laden.

    Ausnahmen gibt es, z.B. der erste Hyundai Kona, der hatte nur einen einphasigen Wechselrichter und kann maximal mit 3600W Wechselstrom laden.

    Dann gibt es noch die Stadtautos wie den Twingo oder die Zoe, die können zwar nicht mit Gleichstrom geladen werden, dafür aber mit bis zu 22kW Wechselstrom.

    Viele der Wechselstrom Ladegeräte in den Städten bieten bis zu 22kW Ladeleistung an, die wenigsten privaten Wallboxen bieten mehr wie 11kW, weil diese vor dem Anschluß durch einen zertifizierten Elektriker beim Grundversorger genehmigt werden muss. Während eine auf 11kW gedrosselte Wallbox durch den Elektriker nur angezeigt werden muss.

    Gründe dafür sind die Anschlußleitungen in einem Wohnviertel. Früher war eine Hausanschluß sehr oft mit 3x 63A ausgeführt, das steht auf dem schwarzen Hausanschlußkasten im Haus, der ist verplombt, darin sind die `´Panzersicherungen`´.

    Zwischenzeitlich wurden Hausanschlüsse auch mit wesentlich geringerer Leistung ausgeführt (40A)

    Da jetzt viele auf Wärmepumpen umsteigen müssen, kann das schon knapp werden, Wärmepumpen brauche viel Strom um daraus noch mehr Energie zu holen. Hat man jetzt noch elektrische Durchlauferhitzer oder eine Sauna, ist schnell das ende der Fahnenstange erreicht.

    Die Zuleitungen für ein Wohngebiet sind aber nicht dafür ausgelegt, daß jeder gleichzeitig die maximale mögliche Leistung zieht, deshalb muss der Grundversorger abwägen, ob er Dir eine Wallbox mit 22kW genehmigt oder aber sagt, Du musst mit 11kW leben.

    Danke für Deine fachliche Korrektur👍

    ehrlich gesagt, bin ich blind davon ausgegangen, dass bei der relativ neu installierten Dose 3x 2,5mm^2 verlegt ist, habe das erst später bemerkt, als ich die gummierte Verlängerungsleitung gekauft habe, wollte ich auf Nummer sicher gehen.

    Den Versuch mit 12 A hätte ich vermutlich gar nicht erst machen sollen, ein wenig googeln hätte mich davon abhalten sollen.

    Diese Erfahrung wird mir mit Sicherheit bis ans Lebensende in Erinnerung bleiben 🫠

    Vom Gefühl her denke ich das war unter Kontrolle. Der Erstversuch mit 12A wurde damals alle 15-30min kontrolliert und dann abgebrochen und mit 10A reduzierter Leistung fortgeführt. Ich hatte dann auch den Stecker der Verlängerungsleitung angefasst und mit einer Thermopistole die Leitung bis in den Sicherungskasten kontrolliert.


    Ich denke wenn jemand ernsthaft regelmäßig seine gefahrenen Tageskilometer über den Notladeziegel nachladen möchte, kommt er nicht umhin, sich eine ordentliche separat abgesicherte Steckdose legen zu lassen die mit 3x 2,5mm^2 Kabel ausgeführt ist.

    Besser und sicherer wäre wohl eine blaue CEE 230V 32A Campingsteckdose entweder in Verbindung mit einem Adapter auf Schuko oder gleich mit einem richtigen mobilen Lader, da wären dan 7kW möglich. Noch besser wäre eine rote Kraftstromsteckdose 400V 16A, dann könnte man in Verbindung mit dem mobilen Lader sogar die maximal möglichen 11kW zum Laden rauskitzeln.

    Vielleicht gibt es hier ja ein Mitglied, dass das NOTladrkabel schon mal genutzt hat und berichten kann wie es gelaufen ist.


    (Stromversorgung im Haus ist 5Jahre alt - und ein Elektriker im Freundeskreis ;) )

    Hallo Nadja,

    Gerne berichte ich mal von unseren Erfahrungen mit dem Notlader an einem Hyundai Kona electric mit der 64kWh Batterie….

    Wir hatten 2022 den verbesserten Kona bestellt, der konnte 3-phasig Wechselstrom laden (11kW), der alte nur 1-phasig (3,6kW).


    Geplant war in der Wartezeit auf das Auto eine Wallbox zu installieren, der Kona kam aber sehr schnell und so mussten/wollten wir zum teil mit dem Notladeziegel laden. Wir hatten in der Waschküche 2 neue Schukosteckdosen 2 Jahre zuvor für einen Trockner installieren lassen. Die 2 Steckdosen hingen an einer separaten Sicherung. Das Kabel vom Schaltschrank in der Waschküche war mir 3x 1,5mm^2 ausgeführt. Die Steckdose war zu weit vom Kellerfenster, also habe ich eine für den Außenbereich geeignete Verlängerungsleitung (gummiert) mit 3x 2,5mm^2 (also stärker als zur Steckdose) besorgt und zusätzlich einen Plastikkasten der den Schukostecker vor Nässe schützt besorgt.


    Fakt ist, eine Schukosteckdose ist nicht für Dauerbetrieb mit Höchstlast ausgelegt, sondern für maximal 6h !!!

    Nur in diesem Bereich gilt es als sicher diese mit der maximalen Last von 16A bzw. 3,6kW zu betreiben. Dies gilt aber nur bei guten (neuen) Steckdosen, hast Du eine alte mit eventuell bereits korrodierten Kontakten, kann diese sehr schnell recht heiß werden und kann sogar verschmelzen.


    Nun unsere Erfahrungen:

    Der Hyundai Notladeziegel steht Standardmäßig auf 10A, lässt sich aber auf maximal 12A hochregeln, das habe ich anfangs gemacht, um schneller zu laden.

    Ich habe dabei die Steckdose in der Waschküche und das Kabel ( Aufputz verlegt) kontrolliert

    ==>das Kabel (3x 1,5mm) wurde gut warm, die Steckdose wurde heiß, geplant war dies die ganze Nacht zu betreiben, Fahrleistung war 100km/Tag Die Verlängerungsleitung mit 3x 2,5mm^2 blieb kalt, somit konnte der Schukostecker des Notlageziegels mit seiner Temperaturüberwachung auch nicht auslösen.

    Somit war klar, das ist K E I N sicherer Betrieb, also habe ich die Leistung des Notladeziegels wieder reduziert und nur mit 10A geladen.

    Hier war zu beobachten, die Leitung und die Steckdose wurde nur leicht warm, ich habe dies immer wieder Stichprobenartig kontrolliert. Wir haben dies über 2 Monate so praktiziert, bis wir eine Wallbox bekommen habe. (Wallboxen waren kaum zu bekommen, wegen der KFW Förderungen konnte auch nicht jede verwendet werden. Elektriker zu bekommen war ebenfalls schwierig.

    F A Z I T:

    Wenn der Bereich wo das Auto geladen wird nicht regensicher ist, muß man sich noch eine Wetterschutzbox besorgen.

    Viel Ladung lässt sich nicht erreichen, außer Du betreibst die Steckdose im Dauerbetrieb, was nicht vorgesehen ist. Bedenke was sagt die Versicherung, falls es zu Schäden kommt. Es besteht u.U. Gefahr für Leib und Leben, denkbar wäre Kabelbrand, Verschwelungen usw..

    Alternativen wäre einen Schnellader DC in der Nähe zu suchen, Vorzugsweise bei einem Supermarkt mit einer Leistung ab 50Kw und das Auto während dem Einkauf wieder aufzuladen. Falls Du nur einen 11/22kW Lader AC in der Nähe hast, wirst Du wesentlich länger benötigen, dort über Nacht zu laden wären eine Option, bedenke aber, bei Vielen Säulen wird eine Gebühr fällig, wenn Du die Säule blockierst, teilweise schon bei Zeiten über einer Stunde. (Kostenfalle)

    Das ganze ist nur bei Fahrleistungen von wenigen km am Tag praktikabel, will man sicher gehen, läd man nur bis zu 6h an der Schukodose, dies kann man z.B. im Lademanagement des Inster einstellen (Nebenzeit -Start-Endzeit)


    Gruß Jörg

    Viele Gegner der e-Mobilität kommen immer wieder mit veralteten oder falschen Informationen rüber, im Prinzip weis man nicht immer die Fakten um Dinge zu wiederlegen. Hier ein Video was Probleme beim Recycling aufzeigt und viele Fakten die ich so auch nicht wusste.

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    P.S.: auf dem Kanal gibt es noch weitere interessante Videos zu Technik aktueller Akkus.