Ladeziegel

  • Hallöchen,

    bei mir am Haus ist keine Wallbox installiert und ich würde erstmal über Schuko und Ladeziegel laden. Voraussichtlich 1x pro Woche, nachts.


    Gibt es diesbezüglich schon Erfahrungswerte zum Inster 49kw?

    Gibt es für Hyundai/Inster spezielle Ziegel?

    Könnt ihr einen bestimmten Ladeziegel empfehlen?

    Was sollte ich bei der Anschaffung beachten?


    Habe bisher nur Erfahrung mit dem Twizy und der hat ja einen Schukostecker, also Stecker rein und die Fütterung läuft. :S


    LG Nadja

  • Die Lade"verluste" sind halt höher beim langsamen Laden, pro Stunde etwa 250-350Wh alleine durch den Eigenverbrauch der dann zwangsläufig laufenden Fahrzeugelektronik.


    Weniger kW = längere Ladezeit während der das Auto Strom verbraucht.


    Falls der beiliegende Ziegel einstellbar ist und die genutzte Steckdose samt Zuleitung nicht extra vom Elektriker geprüft wurde, besser nicht mehr als 10A einstellen um sicherzugehen, daß man nicht versehentlich das Haus abfackelt.

  • Wenn ich mir so die Beiträge durchlesen....


    Als den Rat zu geben eine ungeprüfte Steckdose mit max. 10A zu belasten ist schon sehr gewagt und GEFÄHRLICH


    Wir sprechen hier von einer DAUERBELASTUNG


    Übrigens Nadja wieviel Kwh sollen den da über Nacht hineingeladen werden?

    Schätzung?


    Nun ein kleine Rechnung


    Bei einer Dauerleistung über das NOTladekabel von 6A über 8 Stunden


    230V x 6A in 1h= 1380 Wh oder 1,38 kwh

    davon abzuziehen rund 300 W Regelelektronikverbrauch


    Bleibt pro Stunde geladene Energie von gut 1kw im Akku

    Jetzt will ich gar nicht noch von der Ladeaufwärmphase reden.

    Das ist die Zeit und Energie bis der Akku auf Betriebstemperatur zum Laden ist.


    Also in 8 h sind rund 8kwh im Akku.

    Damit kommt man je nach Fahrweise bei rund 14 kw / 100km mit eventuell Heizung Licht etc. überschlagsweise 50km


    Was ist der Preis 1kwh Haushaltstarif mit allen Nebengebühren in Deutschland ?


    Ich weiß es nicht. Denke so um die 40ct.




    Nun mit dem Notladekabel findet man vernüftigerweise sicherlich nicht das Auslangen.


    So kann man mit diesem maximal mit 12 A laden was rechnerisch 2,76 kwh entspricht.

    Das würde mit in etwa mind. 20 h Ladedauer bei einem grossen Akku ( 49kwh ) dauern.


    Das ist aber nur theoretisch denn bei einer normalen Haushaltssteckdose geht das thermisch nicht.

    Daher.ist ein solches NOTladekabel in Laienhänden im Wortsinn brandgefährlich.

    Ich weiß gar nicht ob in diesem überhaupt ein Wärmesensor im Stecker eingebaut ist.

    Der Bildansicht eher nicht.


    Es gibt durchaus mobile Wallboxen die sicherer sind oder jetzt speziell für die Steckdose das


    Mobilität Dock von Lapp

  • Da bereits lange Zeit Erfahrung mit dem Laden des Twizy, der auch mit 10A lädt, gemacht wurde gehe ich von einer funktionierenden Installation aus, prinzipiell gebe ich Dir recht.


    Jetzt will ich gar nicht noch von der Ladeaufwärmphase reden.

    Das ist die Zeit und Energie bis der Akku auf Betriebstemperatur zum Laden ist.

    Welche Aufwärmphase? Mit 10A zu laden wärmt den Akku im Bereich von Messtoleranzen auf. Das lässt sich auch selber messen, was ich schon getan habe.


    Gut finde ich, daß Du zu vorsichtiger Vorgehensweise rätst. :thumbup:

  • Ähm....ja, ich lade auch anderswo. Allerdings sind Ladesäulen z.T. teurer als mein Hausstrom. (Ja, ich weiß, es gibt unterschiedliche Tarife ;))

    Aber wieviel ich wann und wo lade kann ich nicht sagen. Sicherlich nicht dauerhaft auf 100% vollpumpen ;)

    Es wird sich zeigen.


    Über Stromverlusst durch langsames Laden etc. habe ich schon einige Berichte gesehen. Ist mir also bewusst.


    Danke für den Hinweis, dass es sicherere Möglichkeiten - mobile Wallbox - gibt, als das NOTladekabel. Werde mich mal schlau machen.


    Vielleicht gibt es hier ja ein Mitglied, dass das NOTladrkabel schon mal genutzt hat und berichten kann wie es gelaufen ist.


    (Stromversorgung im Haus ist 5Jahre alt - und ein Elektriker im Freundeskreis ;) )

  • Nun der Zellchemie ist es geschuldet, den Akku auf Ladetemperatur zu bringen und auch zu halten.

    Und je länger man lädt, desto mehr Energie geht in ob genannte Temperierung.

    Ich würde mir statt eines Notladekabels einen "LAPP Mobilität Dock" sowie ein Ladekabel Typ2 /3p/16A zulegen.

    Damit hat man alles

    Das Ladekabel für öffentliche Ladesäulen und für daheim wenn es schon sein muß ein 230V Steckernetzteil mit Temperatursensor welcher je nach Temperatur bis zur Abschaltung runterregelt. Noch dazu ist dieses Ding klein und leicht im Gegensatz zu einem Notladekabel.

    Und sollte es auch einen Frunk für den Inster mal geben [ frunk at ) dann paßt alles vermutlich dort hinein.

  • Beim AC-Laden wird ab 5°C nicht temperiert, unterhalb dieser Temperatur aber schon, was man, wenn es passt aber durch an die Fahrt anschließendes Laden vermeiden/verringern kann.


    Je nachdem mit welcher Temperatur die Ladesession gestartet wird sind die 5°C dann aber schließlich erreicht und es wird dann eben nicht länger weitergeheizt.


    Ich muss allerdings zugeben TG-Lader zu sein. Da wird der Akku nie geheizt und (AC)Laden alleine erwärmt den Akku praktisch nicht. Es sind schließlich gerade einmal 0,15C die bei 11kW anliegen bei meinem EV6

    und 0,5C beim Twingo.

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  • Vielleicht gibt es hier ja ein Mitglied, dass das NOTladrkabel schon mal genutzt hat und berichten kann wie es gelaufen ist.


    (Stromversorgung im Haus ist 5Jahre alt - und ein Elektriker im Freundeskreis ;) )

    Hallo Nadja,

    Gerne berichte ich mal von unseren Erfahrungen mit dem Notlader an einem Hyundai Kona electric mit der 64kWh Batterie….

    Wir hatten 2022 den verbesserten Kona bestellt, der konnte 3-phasig Wechselstrom laden (11kW), der alte nur 1-phasig (3,6kW).


    Geplant war in der Wartezeit auf das Auto eine Wallbox zu installieren, der Kona kam aber sehr schnell und so mussten/wollten wir zum teil mit dem Notladeziegel laden. Wir hatten in der Waschküche 2 neue Schukosteckdosen 2 Jahre zuvor für einen Trockner installieren lassen. Die 2 Steckdosen hingen an einer separaten Sicherung. Das Kabel vom Schaltschrank in der Waschküche war mir 3x 1,5mm^2 ausgeführt. Die Steckdose war zu weit vom Kellerfenster, also habe ich eine für den Außenbereich geeignete Verlängerungsleitung (gummiert) mit 3x 2,5mm^2 (also stärker als zur Steckdose) besorgt und zusätzlich einen Plastikkasten der den Schukostecker vor Nässe schützt besorgt.


    Fakt ist, eine Schukosteckdose ist nicht für Dauerbetrieb mit Höchstlast ausgelegt, sondern für maximal 6h !!!

    Nur in diesem Bereich gilt es als sicher diese mit der maximalen Last von 16A bzw. 3,6kW zu betreiben. Dies gilt aber nur bei guten (neuen) Steckdosen, hast Du eine alte mit eventuell bereits korrodierten Kontakten, kann diese sehr schnell recht heiß werden und kann sogar verschmelzen.


    Nun unsere Erfahrungen:

    Der Hyundai Notladeziegel steht Standardmäßig auf 10A, lässt sich aber auf maximal 12A hochregeln, das habe ich anfangs gemacht, um schneller zu laden.

    Ich habe dabei die Steckdose in der Waschküche und das Kabel ( Aufputz verlegt) kontrolliert

    ==>das Kabel (3x 1,5mm) wurde gut warm, die Steckdose wurde heiß, geplant war dies die ganze Nacht zu betreiben, Fahrleistung war 100km/Tag Die Verlängerungsleitung mit 3x 2,5mm^2 blieb kalt, somit konnte der Schukostecker des Notlageziegels mit seiner Temperaturüberwachung auch nicht auslösen.

    Somit war klar, das ist K E I N sicherer Betrieb, also habe ich die Leistung des Notladeziegels wieder reduziert und nur mit 10A geladen.

    Hier war zu beobachten, die Leitung und die Steckdose wurde nur leicht warm, ich habe dies immer wieder Stichprobenartig kontrolliert. Wir haben dies über 2 Monate so praktiziert, bis wir eine Wallbox bekommen habe. (Wallboxen waren kaum zu bekommen, wegen der KFW Förderungen konnte auch nicht jede verwendet werden. Elektriker zu bekommen war ebenfalls schwierig.

    F A Z I T:

    Wenn der Bereich wo das Auto geladen wird nicht regensicher ist, muß man sich noch eine Wetterschutzbox besorgen.

    Viel Ladung lässt sich nicht erreichen, außer Du betreibst die Steckdose im Dauerbetrieb, was nicht vorgesehen ist. Bedenke was sagt die Versicherung, falls es zu Schäden kommt. Es besteht u.U. Gefahr für Leib und Leben, denkbar wäre Kabelbrand, Verschwelungen usw..

    Alternativen wäre einen Schnellader DC in der Nähe zu suchen, Vorzugsweise bei einem Supermarkt mit einer Leistung ab 50Kw und das Auto während dem Einkauf wieder aufzuladen. Falls Du nur einen 11/22kW Lader AC in der Nähe hast, wirst Du wesentlich länger benötigen, dort über Nacht zu laden wären eine Option, bedenke aber, bei Vielen Säulen wird eine Gebühr fällig, wenn Du die Säule blockierst, teilweise schon bei Zeiten über einer Stunde. (Kostenfalle)

    Das ganze ist nur bei Fahrleistungen von wenigen km am Tag praktikabel, will man sicher gehen, läd man nur bis zu 6h an der Schukodose, dies kann man z.B. im Lademanagement des Inster einstellen (Nebenzeit -Start-Endzeit)


    Gruß Jörg